Historische Chiemseekarte von 1807 (Adrian von Riedl)

36,00

Chiemsee Anfang 19. Jh.
Kartograph: Oberst Adrian von Riedl 1807

Beschreibung

Historische Chiemseekarte (Original von 1807)

Das sehr seltene handkolorierte Original von 1807 befindet sich in unserem Besitz. Ein weiteres unkoloriertes Blatt ist im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Reproduktion als hochwertiger 12-Farbenplot ist optisch vom Original kaum zu unterscheiden.

Das kartographische Werk des bayerischen Obersten Adrian von Riedl (1746-1809) hätte mit dem Stromatlas seinen krönenden Abschluss finden können, wäre dieser durch seinen plötzlichen Tod nicht unvollendet geblieben. Trotzdem waren und blieben die in mehreren Subskriptionslieferungen erschienenen Blätter die bis dahin beste und genaueste Wiedergabe bayerischer Gewässer und konnten erst im Laufe der amtlichen Landesvermessung durch das Topographische Bureau 1812-1867 (vgl. Topographischer Atlas von Baiern) ersetzt werden. Das insgesamt 14. Blatt des Atlas ist dem Chiemsee gewidmet. Ein Tiefenprofil (mit auf der Karte eingetragenen Lotungspunkten) ergänzt die Darstellung. Laut Riedls Lotungen war die tiefste Stelle mit 84 Klaftern angegeben, was 147 Metern entspräche. Ob es sich hier um einen groben Messfehler handelt, oder dies den damaligen Verhältnissen entsprach, kann nicht zweifelsfrei beantwortet werden. Die derzeit tiefste Stelle mit 73,4 Metern liegt ca. 500 m südwestlich. Allerdings hatte der Chiemsee Ende des 18.Jahrhunderts nachweislich eine Fläche von ca. 92,9 km². Der Grabenstätter Winkl reichte tatsächlich bis Grabenstätt. Da der See heute nur noch 79,9 km² groß ist, liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass eine derartige Verlandung und Veränderung vonstatten gegangen ist.

Quelle: Auszüge aus R. Finsterwalder in: 400 Jahre Mercator, 400 Jahre Atlas, 1995

12-Farben Profiplot auf 250 g Mattpapier
H42 x B 54,5 cm